Gesetz der Anziehung

Was wird ein Bauer säen, wenn er Weizen ernten will? Natürlich Weizensamen und keine Maiskörner. Das klingt trivial für Sie? Ist es auch, aber wenn wir das Prinzip auf unser Leben übertragen dann gilt wie so oft: common sense is not always common practice. Wenn Sie Erfolg und Glück ernten wollen, dann sollten Sie jetzt weiterlesen!

Wir ernten, was wir säen

Zunächst einmal sollte uns dieser Zusammenhang ganz klar vor Augen stehen. Säe ich Arbeit, ernte ich ein Produkt, säe ich Liebe, ernte ich Liebe. Umgekehrt: Säe ich Missgunst, ernte ich Distanziertheit oder Ablehnung, genauso wie Faulheit niemals große Produktivität hervorbringt.

Sie mögen einwenden, dass es eine Menge Fälle da draußen gibt, bei denen dieses Prinzip außer Kraft gesetzt oder gar ins Gegenteil verkehrt scheint: Faule bekommen gute Noten, zickige Frauen werden umso mehr begehrt, Künstler mit einem Lotterleben erschaffen atemberaubende Werke. Doch beim näheren Hinsehen wird klar, dass der Faule hochbegabt ist und mit mehr Fleiß sogar noch besser sein könnte; dass die Zicke zwar begehrt, aber nicht geliebt ist; dass der Künstler seine Werke in durchwachten Nächten hervorbringt, sein Lotterleben aber an anderer Stelle seinen Tribut zollt. Und dann gibt es noch einen weiteren Faktor, auf den ich weiter unten eingehen möchte. Insgesamt bleibt es dabei: Wir ernten, was wir säen.

Überhaupt spielt es ja keine Rolle, ob es hier und da Abweichungen vom Prinzip gibt – Ausnahmen bestätigen bekanntermaßen die Regel. Deswegen tun wir gut daran, uns an die Regel zu halten. Darin ist aber auch eine gute Botschaft verborgen. Denn wenn wir grundsätzlich das ernten, was wir gesät haben, können wir über die „Aussaat“ die Ergebnisse unseres Lebens kontrollieren. Das bedeutet nichts anderes als: Leben Sie so intentional wie möglich!

Alles läuft über Gottes „Schreibtisch“

All das bisher Gesagte könnte den Eindruck erwecken, dass es sich (a) beim „Saat-Ernte“-Prinzip um ein unumstößliches Naturgesetz handelt und (b) dass wir dementsprechend 100 %-ige Kontrolle über unser Leben ausüben könnten. Beides ist unwahr.

Anders als in der New Age-Szene verkündet handelt es sich nicht um ein Naturgesetz. Es gibt keine quantenmechanischen Wechselwirkungen, durch die unser Denken die Welt beeinflusst. Vielmehr sind es ganz „natürliche“ psychologische Mechanismen, die erklären warum einige Menschen das Glück scheinbar anziehen und andere nicht. Mit der menschlichen Psyche tritt aber auch die Willensfreiheit auf dem Plan – das macht jede in Stein gemeißelte naturgesetzliche Erwartung von vornherein zunichte.

Noch wichtiger aber ist, dass der Urgrund des Universums keine unpersönliche Kraft, sondern ein personaler Gott ist. Dieser ist allmächtig, allwissend und allgegenwärtig; alles, was geschieht, läuft „über seinen Schreibtisch“. Natürlich lässt er Dinge meistens den Naturgesetzen entsprechend laufen. Manchmal jedoch greift er ein, um besonders zu loben, zu strafen oder zu korrigieren. Nicht umsonst schreibt Paulus „Gott lässt sich nicht verspotten“. Wer das Saat-Ernte-Prinzip missachtet, missachtet im Grunde Gott, welcher sich für dessen Richtigkeit verbürgt. Doch Gottes allweises Handeln endet nicht darin, ein Regelwerk zu betonieren. Er kann auch Ausnahmen machen, vor allem für all jene, die versagt haben – das nennt man dann „Gnade“.

Seien Sie deshalb guten Mutes, wenn Sie bisher nicht so gelebt haben, wie Sie es sich wünschen oder Sie es sollten – Gott ist gnädig und gibt Ihnen eine zweite (dritte, vierte…) Chance! Nichtsdestotrotz sollten Sie das „Saat-Ernte-Prinzip“ ernst nehmen. Denn egal, welcher religiösen Überzeugung Sie sind, es gilt für jeden Menschen gleich.

 

Autor: Alin Christoph Cucu

Hier können sie mehr über Alin Christoph Cucu erfahren:
graceperformancecoaching.de

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