weekdori: Das Leben in der Tasche

Ich muss gestehen: Ich liebe es, alles an einem Platz zu haben. Am liebsten gleich „das ganze Leben in der Tasche“. Eine Zeit lang meinte ich, dies mit dem Smartphone erreicht zu haben. Doch das erwies sich als Täuschung: Das Smartphone ist mehr wie eine Fernbedienung für das Programm des Lebens, den Programminhalt selbst kann es aber nicht adäquat festhalten.

Und dann stieß ich auf die weekview Timer und meine alte Liebe zur Handschrift. Genial, wie viel man in so einem Ding festhalten kann! Besonders die ausführlichen Notizenseiten taten es mir an. Doch wurden sie von Jahr zu Jahr schneller voll, und außerdem hatte ja jeder Planer nach einer gewissen Zeit ausgedient, während das Leben weitergeht. Rückgriffe auf vergangene Notizen gestalteten sich damit oft schwerer.

Nun aber hat weekview die „weekdori“-Reihe herausgebracht. Und die verdient wirklich das Label „Leben in der Tasche“. Das möchte ich anhand meiner Erfahrungen erläutern.

Wie ein Traveller’s Notebook – nur besser

Die weekdoris sind kleine Hefte im Format A5 bzw. A6, die sich einem weekview Planer problemlos [beilegen lassen – durch den Verschlussgummi halten sie auch perfekt. Damit ist ein Hauptvorteil schon genannt. Sie gehen einfach von Jahr zu Jahr mit, sind theoretisch (zumindest im Fall von weekdori friends und weekdori chronics) „Freunde fürs Leben“. Wie in einem Traveller’s Notebook lassen sich alle möglichen Arten von Notizen anfertigen (dazu unten mehr), aber ein Traveller’s Notebook hat keinen Planer angeschlossen! Die weekdoris sind somit etwas für „durchgeplante Freigeister“. Und das Schreiben darin macht richtig Spaß, dank des hochwertigen Gmund-Papiers, beim dem wirklich nichts durchschlägt (habe ich in der Praxis erprobt).

weekdori notes: Notizen, Notizen, Notizen

Ich bin Philosoph und Naturwissenschaftler und in der Forschung tätig. Gerade die Philosophie lebt ganz viel vom Aufschreiben von Gedanken(blitzen), vom Konzeptionieren und Mindmappen. Dementsprechend war der Notizteil meines weekview compact extended nach einem (!) Monat Benutzung vollgeschrieben. Der weekdori notes im A6-Format ist seitdem die Rettung für mich Notizwütigen. Hier habe ich Vorträge und Papers strukturiert, Projekte grob geplant und Konferenzseminare ausgewählt.

Klar ist auch ein weekdori notes irgendwann voll (bei mir wohl noch vor Ablauf des Halbjahres), und deswegen kein lebenslanger Begleiter. Wobei: Wenn man die Linie rechts bzw. links oben zur Durchnummerierung verwendet, hat man einerseits eine lückenlose Erfassung und andererseits lassen sich die Seiten dann (per Dropbox oder OneDrive) sehr übersichtlich digitalisieren. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass man ihn auch gut als angedocktes Tagebuch, z.B. in Standard-A5- bzw. A6-Dori-Systemen, verwenden kann (was ich aus Platzgründen nicht tue). Gerade die schlichte, übersichtliche Struktur lädt gerade dazu ein, jedem Tag eine Seite zu widmen. Außerdem kann man die Notizenseiten per Überschrift und Nummer perfekt digitalisieren und per Index gut wiederfinden.

weekdori chronics: Lebenslangen Fortschritt dokumentieren

Vor ca. 3 Jahren habe ich eine Lebensvision sowie Lebens- und Lebensetappenziele erstellt. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich diese nur noch rudimentär wiedergeben kann. Ganz sicher bin ich mir nur darin, dass sich die Ziele seitdem verändert haben. Was tun? Im weekview chronics kann ich jetzt meine Lebensziele festhalten und dank Frixion-Stift immer wieder adaptieren. Das blaue Heft (A5) passt perfekt in die Froschtasche meines weekview Businessplaners. Und dann kann man mit dem weekview chronics auch noch das machen, was der Name verspricht: Chroniken erstellen. Hätte ich gut gebrauchen können, als unsere Kinder noch klein waren (erstes Wort, erste Schritte etc.) – naja, dann eben jetzt für andere Meilensteine, die ich aus meinem Tagebuch oder weekview Planer übernehmen kann.

weekdori friends: Beziehungspflege zur Chefsache machen

Mit den Jahren, und besonders seit ich Familie habe, ist mir eine Sache immer deutlicher geworden: gute Freundschaften fallen weder vom Himmel noch halten sie ohne Arbeit. Und: auch eine Ebene unter den ganz dicken Freunden, also bei Bekannten und Businesspartnern, ist eine gute Beziehungspflege zwar unglaublich sinnvoll und fruchtbar, aber keineswegs ein Selbstläufer.

Deswegen habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, alle persönlichen Bekanntschaften von Konferenzen und anderen Begegnungen kurz nach dem Treffen zu kontaktieren (per E-Mail, Facebook oder Whatsapp). Das ist schon mal ein Anfang, aber was, wenn sich eine längerfristige Beziehung entwickelt? Der weekdori friends hat das geniale Feature, richtige „Beziehungspflege-Steckbriefe“ zu erstellen. Allein das Aufschreiben hilft mir, Klarheit über die Bedeutung einer Person in meinem Leben zu gewinnen. Ferner gibt es noch die Seite „Beziehungsdiagramm“, mit der man der komplexen netzwerkartigen Struktur von Beziehungen gerecht werden kann. Und natürlich gibt es auch die Möglichkeit, Geburtstage und ganz schlicht Namen alphabetisch festzuhalten. Ja, ich weiß, für Ersteres gibt es auch digitale Kalender oder Facebook und für Letzteres digitale Adressbücher. Der weekdori friends will aber keinem von diesen Tools Konkurrenz machen, das habe ich verstanden. Schön, dass einen Facebook über die Geburtstage von Freunden informiert; was aber, wenn jemand gar keinen Facebook-Account hat (soll es selbst unter jüngeren Leuten geben)? Und natürlich kann ein weekdori friends keine massive Kontakte-Datenbank mimen, sondern will ein Forum für die ausgesuchten Personen bieten, mit denen man im Leben freundschaftlich oder aber auch strategisch verbunden bleiben will. Vielleicht das ganze Leben lang. Und so scheinen die weekview weekdoris wirklich das „Leben in der Tasche“ zu ermöglichen.


Autor:

Alin Cucu

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